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Johannes Wohlgenannt Zincke

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Stilmerkmale der Kompositionstechnik von Johannes Wohlgenannt Zincke

Einem Berufungserlebnis folgend, arbeite ich seit 1980 an einer formalen Übertragung der Aktionsweise Jesu Christi (damals vor 2ooo Jahren) auf den Bereich der Kunst. Zusammenfassend nenne ich diese Arbeit 'Manifestation of Art'. Diesen lebenslang währenden Prozeß habe ich am 11. November 1989 um 10:00 am Domplatz in Feldkirch öffentlich eingeleitet. Werke, oder besser gesagt: dem Kommunikationsmarkt angepaßte Produkte, entstehen seit 1990, um dem hohen Erklärungsbedarf meiner Intentionen entgegenzukommen. Sie sind und handeln von Bewegungen im allgemeinsten Sinn; Bewegungen, die wir selber sind, denen wir insgesamt verpflichtet sind, als Ort der Täuschung, als Ort der Offenbarung, als Ort der Unterscheidung der Kunst und dem, was von ihr (miß-)handelt. Meine Instrumentalwerke nenne ich deshalb Motions. Die Schiene der rituellen Handlungen ist Resultat der Erkenntnis, daß die leitbildhafte Vision Leben-Kunst-Kunst-Leben, die die Arbeit ganzer Künstlergenerationen prägte, an der Unumkehrbarkeit des Verhältnisses Kreator-Kreatur scheiterte. Meine Arbeit bedeutet letztlich Überwindung des Künstlertums, das durch seine immanente Bindung an die Kreator-Kreatur-Spirale ungeeignet ist, jenen gesellschaftlichen Stellenwert einzunehmen, den es sich im vergangenen Jahrhundert einzufordern anschickte, zugunsten der Einsetzung des Priestertums, einer Bekennerschaft, einer Anwaltschaft der Kunst.

 

(vgl. dazu: Musik aus Österreich, hrsg. von Bernhard Günther, 1997)